Heimlich still und leise schmuggeln unsere Volkszertreter eine gravierende Beschädigung der Demokratie in die Gesetzgebung.
Zum einen der Staatstrojane, die
Sueddeutsche kommentiert:
Heimlich, still und leise wurden Regeln über das staatliche Hacking,
über die Einführung von Staatstrojanern und die Einführung der
Online-Durchsuchung an ein schon laufendes harmlos klingendes
Gesetzgebungsverfahren angehängt. Es handelt sich um ein Art von
Schmuggelei: Ein äußerst weitreichendes Gesetz, das den Staat zum Hacker
macht, wird klandestin und undercover in den Gesetzgebungsgang
hineingemogelt. Eine solche Form des legislativen Quasi-Betrugs zum
Zwecke der Umgehung von kritischer Diskussion muss auch all denen
missfallen, die die Online-Durchsuchung für grundsätzlich notwendig oder
gar für dringend geboten halten. Ein problematisches Gesetz wird gewiss
nicht dadurch besser, dass man es mit Tricks beschließt.
Zum anderen sind jetzt Zeugen verpflichtet auf Vorladungen hin zu erscheinen und Auskunft zu geben. Damit ist das gute alte "Recht zu Schweigen" passé,
lawblog:
Bisher war das völlig anders. Mit der Polizei musste niemand reden, auch
wenn das landläufig vielleicht gar nicht so bekannt ist. Es gab
keinerlei Verpflichtung, sich auf Gespräche mit Polizeibeamten
einzulassen. Das galt völlig unabhängig davon, ob dem Zeugen darüber
hinaus noch besondere Zeugnisverweigerungsrechte (zum Beispiel
Verwandtschaft mit dem Beschuldigten) oder Aukunftsverweigerungsrechte
(Gefahr der Selbstbelastung) zustehen. Wer nicht mit der Polizei reden
wollte, musste dies nicht. Die Polizei hatte keinerlei Zwangsmittel, um
nicht aussagebereite Zeugen zu Angaben zu zwingen.